Flachbildschirme für den Grabstein scheinen im digitalen Zeitalter irgendwie konsequent.
Auf einem gewöhnlichen Grabstein ist normalerweise kaum mehr Platz als für den Namen, das Geburts- und Sterbedatum und vielleicht noch einen letzter Gruß. Was für ein Mensch wird hier so sachlich und distanziert beschrieben? Wie war er als Lebender, wie sah er aus, was war sein Beruf, sein Hobby? So ein Monitor mit Bildern, vielleicht auch Videos des Verstorbenen, könnten die Möglichkeit bieten, mehr von seinem Leben und Wirken zu erzählen.
Berichte über Grabsteine mit Monitor häufen sich mittlerweile. Die Erfinder kommen aus den
USA, den Niederlanden und aus
Japan.
Mit Solaranlagen betrieben und wetterbeständig sollen sie eine neue Grabsteinkultur einläuten.
In Deutschland werden allerdings vorerst strenge Friedhofsregeln die Integration solcher Monitore auf Grabsteinen verhindern.
Solange bei der visuellen Umsetzung keine MySpace-artigen Videos und Bilder auf mich als Besucher einprasseln und alles lautlos geschieht, kann ich mich schon für Grabsteine mit Monitor begeistern.