Der Kurzfilm SPIN wirft die Frage auf, inwiefern die Welt besser wird, wenn jemand die Macht hat, schlimme Ereignisse abzuwenden. Der Allmächtige ist in diesem Fall ein DJ, der vom Himmel fällt und dessen Mission es offenbar ist, Unheil von den Menschen abzuwenden. Er dreht die Zeit zurück, verzerrt sie und verhindert somit einen tödliche Kollision eines Radfahrers mit einem PKW. Ein Mensch ist gerettet, doch dafür rollt die Dame im Rollstuhl unkontrolliert auf die Fahrbahn und wird vom PKW erfasst. Jetzt wird's stressig. Der DJ jongliert mit der Zeit und manipuliert die Geschicke der Menschen und doch bleibt immer ein gewisser Rest an unkontrollierbaren Kettenreaktionen.
Das Ende verrate ich jetzt nicht.
Wenn man einen geliebten Menschen plötzlich und unerwartet z. B. durch einen Unfall verliert, stellen sich bestimmt viele die Frage nach dem Warum. Warum er? Warum jetzt? Warum überhaupt? Wenn es einen Gott gibt, dann hätte er es verhindert, oder?
Auf diese Fragen habe ich keine Antworten. Ich glaube an Kettenreaktionen, an den umfallenden Sack Reis in China und an den Taifune verursachend Flügelschlag eines Schmetterlings. Und weil dieses System von Aktion und Reaktion so komplex ist, bleibt ein Großteil der Ereignisse unvorhersehbar.
Wenn wir das Ganze von einer positiven, optimistischen Seite betrachten, ergeben sich wunderbare Perspektiven. Genauso wenig wie man negative Ereignisse aus dem Leben verbannen kann, so behalten auch die guten Dinge im Leben ihren Platz. Und Gutes verstärkt Gutes. Für den Anfang reicht ein
Lächeln.
Und jetzt Film ab!
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