An dieser Stelle finden Sie regelmäßig Beiträge rund um die Themen Tod und Leben. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit einem gelegentlichen Kommentar verewigen.
In nur einem einzigen Augenblick kann sich alles ändern. Ethan (Joaquin Phoenix), Vater zweier Kinder, fährt mit seiner Familie nach Hause und hält an einer Tankstelle. Dwight (Mark Ruffalo) bringt seinen Sohn von einem Baseballspiel zurück zu seiner Exfrau. Für einen Augenblick passt er nicht auf – und plötzlich liegt ein kleiner Junge tot am Seitenrand einer verlassenen Landstraße. Ein einziger Augenblick – und das Gefüge einer ganzen Familie ist zerstört und ein Mensch ist zu einem Verbrecher geworden. Denn Dwight hatte nicht den Mut, anzuhalten und sich zu stellen. Keiner der beiden Väter wird diesen Moment je vergessen können; und beide werden bitter dafür bezahlen.
EIN EINZIGER AUGENBLICK ist ein ergreifend subtiler Film über ein Schicksal, das scheinbar wahllos mit unserem Leben spielt, uns den Boden unter den Füßen entziehen kann und uns zu Dingen zwingt, zu denen wir uns selbst nie freiwillig bekannt hätten. Quelle: TOBIS
Zum Kinostart des Dramas am 19. Juni 2008 rufen das
Unfallopfer-Hilfswerk, der deutsche Filmverleih TOBIS FILM und alle beteiligten Kinos zu einer großen bundesweiten Spendenaktion auf: Von jedem verkauften Kinoticket für den Film Ein einziger Augenblick gehen 25 Cent an das Unfallopfer-Hilfswerk für soziale Projekte, die Unfallopfern und deren Angehörigen helfen und direkt zu Gute kommen.
Michael Bittner vom Unfallopfer-Hilfswerk über die ungewöhnliche Aktion:
“Täglich sterben 14 Menschen auf deutschen Straßen, rund 1.200 werden verletzt. Ein einziger Augenblick kann im wahrsten Sinne des Wortes alles verändern, das Leben eines Unfallopfers genauso wie das der Angehörigen und Unfallbeteiligten. Eine solche Situation ist auch Ausgangspunkt des ergreifenden Films Ein einziger Augenblick.
In diesem Zusammenhang möchten wir gerne auch auf das Projekt "
Jeden kann es treffen" aufmerksam machen. Hier berichten sowohl Unfallopfer als auch Unfallverursacher von den tiefgreifenden persönlichen Konsequenzen die sich aus einem Unfall ergeben.
Trailer und weitere Informationen zum Film:
www.eineinzigeraugenblick.de
Vor 4 Tagen haben wir über die Veranstaltung "Mi Amor" berichtet und gestern Abend waren wir da.
Es war einfach nur schön... Über 2 Stunden ging es im Schleichschritt über den Dortmunder Friedhof und an jeder ecke "passierte " irgendwas. Performances von Tänzern, Sopranisten, eine wie aus dem nichts auftauchende Band, zwei Zwillinge, die sich wie ihr eigenes Spiegelbild erleben oder ein Mann der einfach nur auf dem Stuhl steht und uns nach seiner kurzen Geschichte einfach wieder verscheucht. Dabei hätten wir Ihm doch so gerne noch etwas zugehört...
Das große Finale im und am Haupthaus des Friedhofs.
In den Gängen hingen überall Abschiedsbriefe und es stand sogar ein Buch da, mit ausgedruckten Abschiedsbriefen aus dem Internet.
Alles in allem eine richtig gute Veranstaltung die viel zu schnell vorbei war.
Wer also die Möglichkeit hat sollte heute um 17 Uhr zum Hauptfriedhof gehen und diese einmalige Vorstellung geniessen!
Wann: 8. Juni 2008 um 17.00 Uhr
Wo:
Hauptfriedhof in Dortmund
Am Gottesacker 25, Haupteingang.
Friedhöfe als Veranstaltungsort sind scheinbar schwer im Kommen. Gestern habe ich "Mi Amor" in Dortmund angekündigt, heute lese ich von der "Großen Geister Stunde" auf dem Alten Südfriedhof in München.
Dort werden rund 40 bedeutende Persönlichkeiten, nach denen Münchens Straßen, Plätze und Brücken benannt sind, in Theaterszenen zum Leben erweckt. Darunter z.B. Carl Spitzweg, Thomas Mann und Erich Kästner.
Mittelalterliches Lagerleben vor den Friedhofsmauern, die Geisterstunde mit Theaterszenen und Musikaufführungen, eine Friedhofsführung und magisches Licht kann man am 6. und 7. Juni erleben.
Alle Details finden sich im
wochenanzeiger.de
Leben und Tod, der Schmerz und die Liebe, Erinnerung und Vergessen. Dass all das Teil unseres Lebens ist haben wir alle schon gespürt, egal ob jung oder alt.
Gerade habe ich bei
51nord entdeckt, dass die Dortmunder Gruppe
artscenico eine sehr interessante Performance auf dem Dortmunder Hauptfriedhof durchführen wird.
"MI AMOR":
Wie fühlt man sich, wenn die Liebe plötzlich fort ist, sich entfernt hat, verschwunden ist? Wenn sie ganz groß war und nun reduziert ist auf ein Stück Erinnerung? Welcher Ort könnte geeignet sein, diesen Schmerz zu fassen, und gleichzeitig die Liebe leben zu lassen?
artscenico, die Gruppe, die so meisterhaft neue Räume sich und dem Zuschauer erschließt, wählte zum ersten Mal einen Friedhof als Ort für eine künstlerische Auseinandersetzung: Eigene Erinnerungen, die individuellen Gefühle der Zuschauer und der Künstler - auf dem großen Feld der Erinnerungen, dem Friedhofspark, fließen sie zusammen zu einem gemeinsamen Erleben.Zwei große Themen dominieren den Zyklus Lebenslinien, Die Lebenslinien verlaufen zwischen Geburt und Tod, dieser Ansatz bietet uns Gelegenheit, das wohl schönste uns bekannte Gefühl, die Liebe, in den Vordergrund zu stellen. Denn wie oft Verlust und persönlicher Schmerz die Möglichkeit zu einem noch tieferen Gefühl erst öffnen, wird der Ort der Erinnerung zum Ort gelebter Gefühle – und ein Abend voll unvergesslicher Momente.
Mit allen Möglichkeiten der bildenden und darstellenden Kunst (Installation, Tanz, Schauspiel, Musik) wird dem Publikum die Möglichkeit gegeben, den Friedhof als Ort des Erinnerns und der Trauer bekannt, neu kennen zulernen. Die Musik spielt in der Erinnerung oftmals eine große Rolle. So wird die Musik wieder eine einnehmende Rolle spielen, von Mahler bis zu Schlagermusik.
Tänzer und Darsteller aus 11 Nationen verwandeln den bekannten Ort in ein Land zwischen Traum und Realität…
Im Rahmen dieses Parcours wird er wirklich zu einem „anderen Ort“ voller Magie.
Wann: 6. und 7. Juni um 20.00 Uhr und am 8. Juni 2008 um 17.00 Uhr
Wo:
Hauptfriedhof in Dortmund
Am Gottesacker 25, Haupteingang.
Karten und Vorverkauf:
Kultur Info Shop Dortmund und ,
Eintritt 15,- / 10,- Euro
Durch den Tod wird das Leben verstärkt.
Novalis (eigentlich Friedrich von Hardenberg), deutscher Dichter und Schriftsteller (1772-1801)
Ohne das endgültige Ende, den Tod, wäre das Leben unendlich. Wir hätten alle persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten, wie wir sie auch mit dem Tod als Endpunkt haben, aber wir hätten unendlich viel Zeit. Keinen Termindruck sozusagen. Würden wir dann noch mehr auf Morgen und Übermorgen verschieben? Würden wir das was wir tagtäglich tun und sagen und wie wir in besonderen Situationen reagieren mit weniger Bedacht tun?
Unser Leben ist zeitlich begrenzt. Wenn wir uns hin und wieder dieser Endlichkeit bewusst werden, könnte sich das auf unseren Umgang mit anderen Menschen und mit uns selbst doch positiv auswirken. Weniger verschieben, Ausreden meiden, ehrlicher sein, offener sein und vielleicht auch hilfsbereiter. Ziele verwirklichen und Träume leben. Bevor es zu spät ist.