Friedhof Columbiadamm - 200 Jahre Sterben für das Vaterland

01.07.2008 von: Oliver Heeger
Schlagwörter: Veranstaltungen

Schon wieder ein Friedhof als Veranstaltungsort. Letztens haben wir noch von "Mi Amor" in Dortmund berichtet, dann kam die "Große Geister Stunde" auf dem Alten Südfriedhof in München und jetzt eine Führung auf dem Berliner Friedhof Columbiadamm mit dem Fotografen Arndt Beck.

20. Juli 2008, 11 Uhr
Eine kritische Begehung mit Arndt Beck, Fotograf

Seit fast 200 Jahren spiegelt der Friedhof Columbiadamm die Geschichte des soldatischen Sterbens für das Vaterland. 1813 begrub man an dieser Stelle in einem Massengrab Lazarett-Tote der sogenannten Befreiungskriege, etwa 50 Jahre später legte man ebenda – zwischen den Schießständen in der Hasenheide und  dem Exerzierplatz Tempelhofer Feld – den neuen Garnisionfriedhof an. Seine Bedeutung erlangte er weniger durch prominente Beerdigungen, als durch die erstaunliche Anzahl von Ehrenmalen, die sich im Laufe der Zeit hier sammelten.
Der Friedhof gibt heute einen fast unverfälschten Einblick in die  Geschichte der steinernen Gedenkkultur um den Soldatentod, die – wie die Diskussion um das geplante Bundeswehrehrendenkmal zeigt – ebenso aktuell wie in ihrem Wesen unverändert ist.

Treffpunkt: Haupteingang Friedhof Columbiadamm
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 5 €, ermäßigt 3,50 €
Bitte anmelden: (030) 6809-2535
http://www.arndtbeck.com/
http://www.museum-neukoelln.de/fuehrungen.php

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