14.11.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt
Schlagwörter: Bestattung Letzte Worte Kurios
Wußten Sie, dass man aus Ihnen nach der Einäscherung 240 Bleistifte herstellen kann? Die meisten werden wohl kaum darüber sinniert haben. Aber ja, die Produktdesignerin Nadine Jarvis macht Bleistifte aus menschlichen Kohlenstoffresten zum wesentlichen Element eines Bestattungskonzepts.
Die mit dem Namen des Verstorbenen versehenen Bleistifte können einzeln aus einer Holzbox entnommen werden. Beim Schreiben nutzt sich der Bleistift natürlich ab und man kann ihn an der Box wieder anspitzen. Die Holz und Kohlenstoffreste verbleiben in der Holzbox, die so jetzt als Urne dient.

Das hat schon was. Ich frage mich aber, was schreibe ich denn mit diesen Bleistift? Ich könnte mir folgendes vorstellen: Die Hinterbliebenen schreiben Briefe an den Verstorbenen. Man könnte diese Briefe an einem Ort, z.B. in einem Album aufbewahren. Letzte Briefe halt.
Mein Kollege schlug vor, Briefe oder Postkarten in die ganze Welt zu schicken. Auch ne schöne Idee. Den Empfängern würde ich dann aber lieber nicht sagen, dass die Zeilen mit den Kohlenstoffresten eines Verstorbenen geschrieben wurden.
Linktipp von
Florian Fiegel via
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