An dieser Stelle finden Sie regelmäßig Beiträge rund um die Themen Tod und Leben. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit einem gelegentlichen Kommentar verewigen.
Selbermachen liegt ja immer noch im Trend. Warum nicht auch den eigenen Sarg basteln? Eine schematische Anleitung á la IKEA habe ich gerade bei einem meiner Lieblingsblogs
rebel:art gefunden.
Voilá, KLÄPS!
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Ein Sarg aus Billy-Regalen vom US amerikanischen Künstler Joe Scanlan ist hier zu sehen:

Kurioses Fundstück im Internet: Das Museum of London hat jetzt eine Googlemap mit den Fundstätten von im Londoner Untergrund gefundenen Skeletten veröffentlicht. Um die 37.000 Skelette wurden bisher vom
Museum of London geborgen. Die meisten Skelette wurden im Rahmen von Bauarbeiten gefunden. Einige dieser Fundstätten sind auf
dieser Googlemap auf Times Online markiert.
Unter den ausgehobenen Skeletten war auch das eines Mannes, der um 1350 herum in Smithfield/East London begraben wurde. In seiner Wirbelsäule fand man eine Metallspitze. Wahrscheinlich wurde er mit einer Speerspitze attackiert. Vielleicht als Soldat während des
Hundertjährigen Krieges. Die Verletzung war aber offenbar nicht tödlich, denn die Wunde infizierte sich nicht und es bildete sich um die Spitze wieder Knochen. Erst Ende 30 erwischte ihn die Beulenpest, die ihn schließlich unter die Erde brachte.
26 Skelette mit ähnlich interessanten Geschichten werden in der Wellcome Collection "
Skeletons: London's buried bones" in London vom 23. Juli bis 28. September 2008 ausgestellt.
Ken Arnold, Programmleiter bei Wellcome Trust, erklärt:
This show proves just how much the scientific study of bones can add to rather than detract from our emotional encounters with skeletal material, highlighting our connections to thousands of earlier Londoners who lived, died and were buried in this great city, while their remarkable diversity builds a picture of historical London as a city of contrasts between its wealthy and its poor.
Und Bioarchäologin Jelena Bekvalac vom Museum of London, die man auch hier auf flickr
bei der Arbeit sieht, erklärt:
Through intensive research and analysis of the bones you can build a picture, but it's really important that you put them into context. It's not just a skeleton or group of skeletons. We need archaeological information to bring them back to life…It's not just about learning about the past, it has implications for now and potentially for the future too.

[Foto: aboutpixel.de / Old Big Ben © jacques Kohler ]
Schon wieder ein Friedhof als Veranstaltungsort. Letztens haben wir noch von "Mi Amor" in Dortmund berichtet, dann kam die "Große Geister Stunde" auf dem Alten Südfriedhof in München und jetzt eine Führung auf dem Berliner Friedhof Columbiadamm mit dem Fotografen Arndt Beck.
20. Juli 2008, 11 Uhr
Eine kritische Begehung mit Arndt Beck, Fotograf
Seit fast 200 Jahren spiegelt der Friedhof Columbiadamm die Geschichte des soldatischen Sterbens für das Vaterland. 1813 begrub man an dieser Stelle in einem Massengrab Lazarett-Tote der sogenannten Befreiungskriege, etwa 50 Jahre später legte man ebenda – zwischen den Schießständen in der Hasenheide und dem Exerzierplatz Tempelhofer Feld – den neuen Garnisionfriedhof an. Seine Bedeutung erlangte er weniger durch prominente Beerdigungen, als durch die erstaunliche Anzahl von Ehrenmalen, die sich im Laufe der Zeit hier sammelten.
Der Friedhof gibt heute einen fast unverfälschten Einblick in die Geschichte der steinernen Gedenkkultur um den Soldatentod, die – wie die Diskussion um das geplante Bundeswehrehrendenkmal zeigt – ebenso aktuell wie in ihrem Wesen unverändert ist.
Treffpunkt: Haupteingang Friedhof Columbiadamm
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 5 €, ermäßigt 3,50 €
Bitte anmelden: (030) 6809-2535
http://www.arndtbeck.com/
http://www.museum-neukoelln.de/fuehrungen.php
Dies hier ist ein schöner Todeskurzfilm aus einem etwas anderen Kulturkreis, in dem der Tod einen anderen Stellenwert hat und nicht mit der Sense daherkommt, sondern einen tanzend geleitet. Das Filmchen ist auf seine eigene Art “typisch mexikanisch”.
“Den Tod muss man nicht fürchten, vor allem, wenn man dir solch eine Party gibt und eine so sinnliche Dame dir so ein schönes Lied singt.” (Der Beschreibungstext übersetzt)
Gefunden beim
Bestatterweblog.de
Erinnert irgendwie an
Corpse Bride von Tim Burton, übrigens auch ein sehr schöner Film über den Tod. Nur leider meiner meinung nach mit ein bisschen zu viel gesang - aber so sind Tim Burton Filme nun mal.
studiVZ, Twitter, Facebook, Flickr, Xing und wie sie alle heißen. Virtuelle soziale Netzwerke gibt es en masse. Auch ich habe mir bei den meisten bekannten Plattformen ein Profil angelegt. Wer möchte, kann sich schnell ein Bild von mir, meiner Arbeit, meinen Interessen, meinem Kenntnisstand über Chinesische Schriftzeichen machen. Wer möchte kann all dies auch gerne tiefenpsychologisch analysieren. Muss man aber nicht, denn ich gebe vieles preis, vieles aber auch nicht. Es sind Mosaiksteinchen meiner Persönlichkeit. Die meisten Spuren, die ich im Internet hinterlasse, lege ich freiwillig und gerne. Hänsel und Gretel hätten ihre Freude daran ;) Ich hoffe, dass viele ihre Freude an meinen Spuren haben oder zumindest, die ein oder andere interessante Information durch mich aufschnappen.
Aber was passiert mit meinen gehegten und gepflegten Profilen, wenn ich sterbe? Werden Sie einfach abgeschaltet? Wäre doch schade wenn meine Bilder auf Flickr z.B. für meine Freunde nicht mehr zu sehen sind. Und wenn ich kleine Videos drehen würde und sie bei Youtube oder Sevenload hochladen würde, dann wären Sie mit Erlöschen meines Accounts einfach futsch.
Hier spricht natürlich jemand, der gerne für immer in Erinnerung behalten werden möchte. Wer möchte das nicht?
René Seifert von eLAB hat vorgesorgt und sich ein paar
lesenswerte Gedanken zum "virtuellen Vermögen" nach dem Tod gemacht.