ein letzter Blog

An dieser Stelle finden Sie regelmäßig Beiträge rund um die Themen Tod und Leben. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit einem gelegentlichen Kommentar verewigen.

Mehr Farbe bitte - moderne Urnen swiss made

26.04.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Vor Jahren schon habe ich die Website des Schweizer Urnenateliers URNE.CH cosmicball in meinem Browser als Lesezeichen gespeichert. Keine Ahnung, wie ich damals auf dieser Seite gelandet bin. Weshalb ich sie mir unbedingt merken wollte, weiss ich allerdings noch. Mich haben diese wunderschönen Kugeln sofort überzeugt. In so einer schönen Hülle kann ich mir mein Leben nach dem Tod im Wohnzimmer eines lieben Menschen sehr gut vorstellen. Ob das auch die Person, die sich mal um meine Bestattung kümmern wird, auch gut vorstellen kann, ist eine andere Sache. Ich hoffe schon.

Frage: Wieso designte Urnen? Gegenfrage: Warum nicht? Im Leben umgibt man sich doch gerne mit schönen Dingen. Sollte ich irgendwann mal einen geliebten Menschen verlieren, fände ich es schön, wenn ein Teil von ihm immer bei mir wäre. Eine Erinnerung in Form einer kunstvollen, freundlich wirkenden Urne fände ich schön. 



Schwarzer Humor an der Bahnsteigkante

25.04.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Dieses Plakat hing in Berliner S- und U-Bahnhöfen. Schwarzen Humor muss man schon mögen, um dieses Plakat interessant zu finden. Habe ich. Die Berliner Polizei allerdings fande diese Plakate zu makaber und zudem gefährlich, da sie Menschen tatsächlich zu einem Herantreten verführen könnte. Die Beschwerde beim Deutschen Werberat war erfolgreich, denn der Werberat teilte diese Auffassung (hier nachzulesen in der Datei Kommunikationspolitik) und das Bestattungsunternehmen zog das Motiv daraufhin zurück.

Auf dieses Plakat bin ich im Guerilla Marketing Blog aufmerksam geworden.



Ein Koffer für die letzte Reise

24.04.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Vergangenen Sonntag war auf 3Sat Thementag "Bruder Tod". 24 Stunden lang liefen dort Sendungen, die den Tod aus verschiedensten Blickwinkeln betrachteten. Auch wenn man denken könnte, ich hätte dann den ganzen Tag vor dem Fernseher verbracht und mir alles angesehen, habe ich doch noch andere Beschäftigungen gefunden ;)

In einen Beitrag habe ich allerdings reingezappt und bin hängengeblieben. "Einmal Jenseits und zurück" ist eine Reportage über den ein außergewöhnliches Projekt des Bestattungsunternehmers Fritz Roth. Er hat 100 Koffer an 100 Menschen verteilt. Und die sollten ihren Koffer für ihre letzte Reise packen.

Ein 64-jähriger Metzgermeister und eine junge Stundentin stehen im Beitrag im Mittelpunkt. Beide packen völlig unterschiedliche Dinge in ihren Koffer. Der eine Zettel mit Wörtern wie, NEIN, DANKE und ENTSCHULDIGUNG. Die andere ihre "uralte" Decke, Fotos von Freunden, eine Spieluhr...

Was würde ich in den Koffer packen? Würde ich überhaupt einen Koffer packen? Wozu? Die alten Ägypter wurden auf ihrer letzten Reise auch von allerlei weltlichen Dingen begleitet. Auch ich würde wahrscheinlich dann erst ernsthaft darüber nachdenken, wenn mir jemand einen Koffer vor die Füße stellt, und mich auffordert für meine letzte Reise zu packen. Fotos würde ich ganz bestimmt hineinlegen.

Die Koffer befinden sich übrigens zur Zeit in einer Wanderausstellung und werden in Köln, Osnabrück, Hannover, Ribnitz-Damgarten, Herzberg-Elster, Wuppertal und Wolfenbüttel zu sehen sein.

Die Termine finden Sie auf der Seite Aktuelles des Bestattungsinstituts Pütz-Roth 

[Foto: Artyom Yefimov - Fotolia.com ]



Das Geschäft mit dem Tod

23.04.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Die Videoanimation "Business of death" zeigt anschaulich einige Fakten zur Bestattungsindustrie. Auch erfährt man, dass es in England offenbar möglich ist, sich in 250 Kugelschreiber umwandeln zu lassen. Ob, das stimmt, habe ich allerdings noch nicht überprüft. Produziert wurde das Video vom amerikanischen Webmagazin GOOD Magazine, das Statistiken und Wissen unterhaltsam zu verpacken weiß.

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Ausgesprochen lebendig (1)

21.04.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Ich lese jeden Morgen
die Todesanzeigen in der Zeitung –

Wenn mein Name nicht dabei steht,
dann mache ich einfach weiter wie bisher.
                                             Dizzy Gillespie (1917-1993), Jazzmusiker



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