ein letzter Blog

An dieser Stelle finden Sie regelmäßig Beiträge rund um die Themen Tod und Leben. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit einem gelegentlichen Kommentar verewigen.

Der letzte Tagtraum

14.05.2009

In den letzten Sekunden vor dem eigenen Tod zieht das Leben wie in einem Film an einem vorbei, sagt man.

Wie das aussehen könnte zeigt das Video "Last Day Dream".

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Last Day Dream [HD] from Chris Milk on Vimeo.

[gefunden via dotdean]



Carbon Copies: wirklich letzte Briefe

14.11.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Wußten Sie, dass man aus Ihnen nach der Einäscherung 240 Bleistifte herstellen kann? Die meisten werden wohl kaum darüber sinniert haben. Aber ja, die Produktdesignerin Nadine Jarvis macht Bleistifte aus menschlichen Kohlenstoffresten zum wesentlichen Element eines Bestattungskonzepts.

Die mit dem Namen des Verstorbenen versehenen Bleistifte können einzeln aus einer Holzbox entnommen werden. Beim Schreiben nutzt sich der Bleistift natürlich ab und man kann ihn an der Box wieder anspitzen. Die Holz und Kohlenstoffreste verbleiben in der Holzbox, die so jetzt als Urne dient.

Das hat schon was. Ich frage mich aber, was schreibe ich denn mit diesen Bleistift? Ich könnte mir folgendes vorstellen: Die Hinterbliebenen schreiben Briefe an den Verstorbenen. Man könnte diese Briefe an einem Ort, z.B. in einem Album aufbewahren. Letzte Briefe halt.

Mein Kollege schlug vor, Briefe oder Postkarten in die ganze Welt zu schicken. Auch ne schöne Idee. Den Empfängern würde ich dann aber lieber nicht sagen, dass die Zeilen mit den Kohlenstoffresten eines Verstorbenen geschrieben wurden.

Linktipp von Florian Fiegel via neuerdings.com



Kölns erster digitaler Grabstein

01.11.2008 von: Oliver Heeger

Im Grabstein ist ein kleiner Monitor, auf dem sich Bilder der Verstorbenen betrachten lassen, aber sehen Sie selbst:

Das Video wurde leider von Express.tv entfernt.



Man muss immer versuchen zu teilen

14.09.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

Gerade veröffentlichte Mia auf ihrem Blog Niemandsdinge eine schöne Geschichte: Ein Atemzug entfernt



Lebenssatt sterben - Ein Gespräch mit der Künstlerin Beate Matkey

12.09.2008 von: Klaudia Pirc-Pätzoldt

In der Künstlerzeche Unser Fritz in Herne treffe ich nun zum zweiten Mal die Künstlerin Beate Matkey. Beim ersten Mal gab es in der Zeche eine Melange aus Jazzmusik, Kunst, Häppchen und vielen gut gelaunten Besuchern. Es war die Nacht der Industriekultur. Beate Matkey ließ an diesem Abend alle Besucher einen Blick in ihr Atelier werfen. Und so erspähte ich im Vorübergehen ein paar Bildern mit Engeln und Kirchtürmen. Obwohl mir an diesem Abend der Sinn eindeutig mehr nach lautem Leben als nach tiefschürfenden Gedanken über den Tod stand, hatte ich dann doch nach einem kurzem Gespräch mit der Künstlerin ihre Visitenkarte in der Hand und die Idee, ihre Gedanke zum Leben und zum Tod zu ergründen.

Ein paar Wochen später saß ich dann in Beate Matkeys Atelier. Auf die Frage, was das Wissen um den unvermeidlichen eigenen Tod für sie bedeute, hat sie beinhahe ohne zu Überlegen einige Antworten zur Hand. Alles dreht sich jedoch um den einen Gedanken, am Ende ein erfülltes Leben genossen zu haben und lebenssatt zu sterben. Weil sie weiß, dass das Leben endlich ist, lebt sie bewußter im Hier und Jetzt. Sie möchte auch Erfahrungen weitergeben. So ist sie Dozentin für Aquarellmalerei und Grafik an der VHS in Herne. Sie begleitet und betreut Kinder des Herner Kinder- und Jugendparlamets bei der Teilnahme am Denkmalprojekt "Hügel der Erinnerung", das als Erinnerung an die Konzetrationslager in Auschwitz und Birkenau dient.

Im Hier und Jetzt zu leben bedeutet für Beate Matkey auch Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber ebenso wichtig ist ihr, sich gemeinsam Ziele zu setzen und sie gemeinsam durchzuführen. Die kürzliche Familienreise nach China war so ein lang gehegter Traum, ein Ziel, dass sie nie aus den Augen verloren und schließlich erreicht hat. Im Leben möchte Beate Matkey Zeichen setzen und vor Allem das Leben genießen. Und auch wenn Beate Matkey als gläubige Christin an ein Leben nach dem Tod glaubt, so ist der Tod doch unvermeidlich. Um ihre Familie abzusichern, hat sie aber auch da schon Vorsorge getroffen und eine Testament aufgesetzt.

Beate Matkey wünscht sich zum Zeitpunkt ihres Todes eine zufriedene Lebenssattheit mit dem Gefühl ein erfülltes Leben gelebt, viel Freude weitergegeben und Zeichen gesetzt zu haben. Wenn es Zeit sei loszulassen, falle ihr das mit einem bewußt gelebten und erfüllten Leben sicherlich leichter und nähme ihr die Angst vor dem Tod.

Nach dem sehr offenen und netten Gespräch mit Frau Matkey habe ich beflügelt und inspiriert meinen Heimweg angetreten. "Lebenssatt sterben" hatte ich bisher noch nicht gehört. Ich möchte aber auch genau das.

Beate Matkey hat ihre Werke bereits in vielen Ausstellungen präsentiert. Zur Zeit ist sie Kuratorin der Austauschausstellung parallel. Ab dem 28. September ist ihr Ölbild (70x1,10m) "Der Weg" wesentlicher Bestandteil des EVK Herne, in der Krankenhauskapelle Hordeler Straße. Weitere Details über Beate Matkey erfahren Sie auf der Website der Künstlerzeche Unser Fritz.



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